Papierkram erledigt
Also, das glaubt man ja wohl kaum – Christine und ich hatten ein paar Nächte durchgearbeitet, um den neuen Visumsantrag komplett zu kriegen – dann war sie persönlich beim Amt und hat den Packen abgegeben, weil der per Post nicht rechtzeitig gekommen wäre – hier reicht der Poststempel nämlich nicht, hier muß der Kram am Stichtag da sein – das war bei uns der 8. September, aber der 7. war ja im Innenstadtgebiet Feiertag wegen APEC. Also mußte Christine alles persönlich abgeben, um sicher zu gehen. Dann wurde ihr gesagt, sie sollte mal in einer Stunde wiederkommen; das tat sie dann auch, und bekam ohne weitere Umschweife ihr neues Visum in den Paß geklebt! Ja, ja, ja!
Unglaublich, wo kämen wir da hin, wenn der öffentliche Dienst immer so arbeiten würde! Ich vermute allerdings, daß es für die auch einfacher war, das neue Visum (erstmal für zwei Jahre) direkt auszustellen, anstatt ihr noch ein Übergangsvisum zu geben; und ich hab auch schon des öfteren gehört, daß man mit einem vollständigen Antrag immer fein raus ist. Dazu kommt noch, daß das Verdachtsmoment „Wirtschaftsflüchtling“ bei US-BürgerInnen (noch) nicht gegeben ist. Die Rassenzugehörigkeit spielt hier, glaube ich, inzwischen wirklich keine Rolle mehr.
Denn kann’s ja weitergehen mit dem Leben hier – hoffentlich wird’s bald mal Frühling! Die letzte Woche war so kühl und regnerisch, daß die APEC-Teilnehmer für das Abschlußphoto in Regenmänteln posierten – als australische Nationalkleidung! Da wird doch der Wurm in der Pfütze verrückt!